Howdy und ein herzliches Willkommen
Howdy und ein herzliches Willkommen

Country-Linedance

Wie wir zum Linedance gekommen sind? Nun, wir besuchten 2003 die Country-Musik-Messe in Berlin und sahen da wohl gut 100 Leute, die nach herrlichster Countrymusik tanzten. Wow, sah das toll aus! Genau unser Ding. Denn wir hatten fest gestellt, dass übliches gemeinsames Tanzen für uns nicht so wirklich Spaß macht - aber diese Art zu tanzen... ja, das war es. Sofort kauften wir uns ein Buch über Linedance. Doch was war das? Viel konnten wir zu dem Zeitpunkt mit dem Buch gar nicht anfangen und wir waren leicht frustriert. Fast geriet diese Tanzart bei uns in Vergessenheit. Berlin ist ja auch ein kleines Stück weg, um da Leute zu finden, die uns das beibringen könnten. Also, war nix... nur ne fixe Idee.

   Dann aber lasen wir in der Regionalzeitung die große Überschrift: Vor dem Countryabend zum Linedance-Kurs. Das Country-Duo Fairplay sollte am 15.08.2003 auftreten, "für alle Ungeübten wird deshalb in Vorbereitung auf diesen Abend ein Linedance-Tanzkurs angeboten." Das war unsere Chance und so meldeten wir uns für das Juli-Wochenende für den Kurs an. Thomas war lange nicht so begeistert wie ich, aber ich erinnerte ihn an das Buch... 

   Oh ha, war das ein Crash-Kurs... bei 30 Grad im Schatten lernten wir 8 von 10 Tänzen, auf Betonfußboden, in Holzclogs... was waren wir stolz, am Freitag Abend 22.00 Uhr den Electric Slide tanzen zu können... Ein echt tolles Wochenende! Und dann kam die Party mit Fairplay... und all unser Gelerntes war dahin! Uns schlotterten so die Knie, dass wir nicht tanzen konnten. So ging das nicht. Wir mussten irgendwie einen Coach vor Ort finden... Mehr zufällig gelang uns das sogar und seit Herbst 2003 entwickelten wir uns beim Linedance stetig weiter.

   Kaum eine Party im näheren Umkreis ließen wir aus, schließlich wollten wir auch unsere neu angeschaffte Garderobe ausführen. Denn damals hatten wir den Linedance doch intensiver als Country-Linedance kennengelernt, mit den tollen Boots, dem Cowboyhut, karierte Hemden mit Kragenecken und Boloties... Fasching und alle gehen als Cowboy. Und vor allem: Countrymusik! Wir waren glücklich... allerdings moserte Thomas als ehemaliger DJ immer öfter bei mir rum, dass die Musikqualität doch bisschen zu wünschen übrig lässt. Ich mochte das nicht mehr hören und sagte zu ihm "wenn du meinst, du kannst das besser, dann mach selbst wieder DJ". Und das tat er dann auch.

 

Im Laufe der Jahre mussten natürlich auch wir erleben, dass der Linedance mehr oder weniger zu seinen Wurzeln - der Discomusik - zurück kehren wollte. Wobei immer noch die Antwort ungeklärt ist, woher der Linedance nun wirklich kommt. Letztendlich ist es ja egal, weil der Spaß am Tanzen im Vordergrund stehen soll. Wir machten aber auf unseren Veranstaltungen die Erfahrung, dass eine gewisse Intoleranz bei den Tänzern herrscht - auf der einen Seite die Countrymusikliebhaber und auf der anderen Seite jene Tänzer, die nach jeder Musik (außer vielleicht Klassik!) tanzen. Nicht viel anders verhielt es sich bei unseren Trainingsabenden. Daher schrieben wir uns bewusst auf unsere Fahne "Country Linedance", was so viel bedeutet, dass wir zu gut 80 % nach Countrymusik tanzen und vielleicht zu 20 % auch etwas in das Non-Countrymusik-Repertoire greifen. Solche Interpreten wie Michael Jackson, Lady Gaga oder wie sie alle heißen, lassen wir völlig unberücksichtigt. Nichts gegen diese Künstler, aber wenn wir nach deren Musik tanzen wollen, gehen wir in die Disco oder zur Ü-30-Party. Wir haben Linedance gelernt, weil wir die Countrymusik mögen.

 

Wir wissen, dass über dieses Thema ganze Gruppen/Clubs zerbrochen sind, was sehr schade ist. Frage ist dabei: Wer zeigte weniger Toleranz? Aber wir wollen dieses Thema hier gar nicht weiter ausschlachten - das geschieht an anderen Stellen schon intensiv genug. Für uns steht nach wie vor der Spaß am Tanzen nach Countrymusik im Vordergrund.